Pro Bono

Diese Seite „PRO BONO“ ist ein kleiner Lichtblick auf das, was nach unserer Auffassung zu einem wirklichen Erfolg unternehmerischen Lebens dazugehört: Nicht nur für sich und die Seinen etwas zu unternehmen, sondern auch für Menschen, die Unterstützung von außen brauchen, Hilfe zur Selbsthilfe, weil sie sonst keine faire Chance im Leben haben würden.

Neben Familie und Arbeit stand in meinem (L.R.) Leben immer auch kirchliches Engagement, geprägt von meinen katholischen Überzeugungen.

Auf dieser Seite möchte ich nur über zwei aktuelle ehrenamtliche Aufgaben berichten, denen ich mich widme: Als Vertreter der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) im Katholikenrat des Bistums Trier und dort besonders im Ausschuss „Gesellschaft und Soziales.“

Hier habe ich mich mit dem Ziel, langzeitarbeitslosen Menschen zu helfen, für ein Modell eingesetzt, das ich selbst seit 2009 als Lehrer im Rahmen der bundesweiten Initiative „Perspektive 50plus“ entwickelt habe.

Als Mitinitiator der „Internationalen Arbeitsgruppe“ der KAB widmen wir uns dort derzeit dem Schwerpunkt „Bolivien.“ Dazu ein Bericht von einem Besuch aus Bolivien im vergangenen Herbst.

Weitere Berichte im Sinne von „PRO BONO“ folgen von Zeit zu Zeit.

Bolivianische Gäste berichten in Neuwied von der Heimat

Selbstermächtigung steht im Fokus

Bolivianische Gäste berichten in Neuwied von der Heimat

Neuwied– Noch bis zum 7. Oktober findet im Bistum Trier die Bolivienpartnerschaftswoche statt. Dieses Jahr sind insgesamt 13 Gäste aus Bolivien zu Gast, darunter Toribio Kardinal Ticona Porco. Auch in Neuwied gibt es verschiedene Veranstaltungen zur fast 60-jährigen Partnerschaft mit der bolivianischen Kirche. Während eines gemeinschaftlichen Mittagessens (Lunch Lecture) berichteten Ramiro Callizaya und Pater Andrés Montesinos am 2. Oktober von ihrem Einsatz in ihrem Heimatland.

Ramiro Callizaya setzt sich in einem Ausbildungszentrum namens Centro de Promoción del Laicado (Ceprolai) für die Weiterbildung der Laien in der Kirche ein. „Die Bibel und Theologie bilden einen Bereich. Uns sind aber auch die Themen Politik, Ökologie und Jugend- sowie Arbeitsrecht wichtig“, sagt der Theologe und Religionswissenschaftler. Obwohl sich das lateinamerikanische Land wirtschaftlich gut weiterentwickelt habe und es genügend Gesetze im Bereich Arbeitsschutz gebe, seien vielen Arbeitnehmern diese nicht ausreichend bekannt. „das Gehalt liegt oftmals unter dem festgeschriebenen Mindestlohn. Es gibt keine Renten- oder Krankenversicherung oder nur zeitlich begrenzte Arbeitsverträge“, berichtet Callizaya. Er setzt sich für die Selbstermächtigung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ein und bildet Multiplikatoren aus, die wiederum andere Frauen, Männer und Jugendliche über ihre Rechte informieren. „Es geht uns um eine menschenwürdige Arbeit“, betont Callizaya seine Zielsetzung.

Pater Andrés Montesinos bietet praktische Hilfe in seiner Gemeinde. Er versorgt dort täglich 150 Kinder und Jugendliche aus sozial schwachen Familien mit einem Mittagessen und stellt damit ihre Ernährung sicher. Zudem berichtet er von der schwierigen Situation, dass viele Väter Frau und Kinder verlassen, um in anderen Regionen oder sogar Ländern zu arbeiten.

Veranstaltet wurde die informative Mittagspause vom Initiativkreis „Bolivien“ der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) unter der Leitung von Joachim Herudek und Lothar Radermacher, Vorsitzender der KAB Neuwied St. Matthias. Ihr Ziel war es, über die Lage der Arbeitnehmer durch die Gäste aus Bolivien und die Erfahrungen von Herudek zu informieren, der einige Jahre in Bolivien mit der Entwicklungshilfe zusammenarbeitete, und konkret für die Unterstützung einer technischen Berufsschule in Bolivien zu werben. Die ersten Spenden gingen an diesem Mittag bereits ein.

Die Hilfeleistungen sollen partnerschaftlich entwickelt werden, betont Radermacher. „Wir wollen nicht einfach das Geld irgendwo hinschicken.“ Als institutionellen Partner möchten die Neuwieder das „Weltnotwerk“, das internationale Hilfswerk der KAB, gewinnen. Der Geschäftsführer Norbert Steiner aus Köln nahm ebenfalls an dem Treffen teil und hörte interessiert zu.

Mitverantwortlich für die Veranstaltungen während der Bolivienwoche sind in Neuwied neben der KAB, die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) Neuwied mit ihrer Vorsitzenden Ruth Solbach und der Kolpingsfamilie Neuwied mit dem Vorsitzenden Werner Hammes.

Weitere Informationen zur Bolivienpartnerschaft und der Begegnungswoche: www.bolivienpartnerschaft.bistum-trier.de.


Herausgegeben von der Bischöflichen Pressestelle Trier, Redaktion Koblenz
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